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Offshore-Windparks

In zwei Schutzgebieten in der Ostsee dürfen keine Offshore-Windparks errichtet werden. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Die Anträge auf Genehmigung zweier Windparks in der "Pommerschen Bucht" und im angrenzenden Gebiet "Adlergrund" habe das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg abgelehnt. Deutschland hat laut BMU beide Gebiete bereits als Teile des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 vorgeschlagen und nach Brüssel gemeldet.

"Ich bin erfreut, dass sich die Genehmigungsbehörde dem Votum des Bundesamtes für Naturschutz angeschlossen hat", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Die Entscheidung zeige, dass die Strategie der Bundesregierung für einen umwelt- und naturverträglichen Ausbau der Windenergie auf hoher See in der Praxis greife. "Wir haben die ‚Pommersche Bucht’ und den ‚Adlergrund’ absichtlich nicht als Eignungsgebiete für die Windenergienutzung ausgewiesen", so der Minister.

Das europäische Vogelschutzgebiet „Pommersche Bucht“ gilt als ideales Rast-, Mauser-, Nahrungs- und Überwinterungsquartier, besonders für verschiedene Entenarten. Das FFH-Vorschlagsgebiet „Adlergrund“ zeichnet sich laut BMU vor allem durch wertvolle Sandbänke und Riffe aus. Das Bundesamt für Naturschutz hatte von Beginn an der Genehmigungsverfahren die beiden Gebiete als naturschutzfachlich äußerst bedeutsame Gebiete eingestuft. Die Antragsteller seien frühzeitig darauf hingewiesen worden, dass die ausgewiesenen Schutzgebiete in Nord- und Ostsee grundsätzlich nicht für den Bau von Windenergieanlagen geeignet sind. Die beiden geplanten Windparks sollten insgesamt 115 Anlagen umfassen.

Quelle: BMU © Heindl Server GmbH

Nachricht vom 23.12.04 19:21

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